Die Frau im männlichen Gewand

Pachamama gewohnt provokant: Die 28. Frauenwoche wählte das Motto: „Selber Schuld“ – mit diesem Grundgedanken wollte man sich von immer noch vorhandenen Vorwürfen lösen, dass Frauen und Mädchen an ihren Benachteiligungen selbst schuld seien.

Aber steckt genau darin nicht ein großer Teil Wahrheit? Diesen Ansatz haben wir in Bezug zur Geschichte der Menschheit erörtert – quer durch das ursprüngliche Matriarchat, die Übergabe ins Patriarchat, über die Religionen bis in unsere heutige Zeit – und haben an vielen Stellen die bewusste oder unbewusste Abgabe weiblicher Autonomie aufgezeigt.

Feminismus: Der Deckmantel der Selbstbestimmung
Was passiert, wenn wir Frauen dieses Bekenntnis endlich aktiv annehmen? Der Aha-Effekt braucht das Wissen, um den Schleier zu lüften. In einer engagierten und wissbegierigen Runde konnten wir am 06.03. feststellen, wie viel von diesem wichtigen Wissen fehlt. Vor allem bei der Betrachtung des Feminismus und der Gesetzgebung wurde deutlich, dass es sich hierbei letztendlich nur um weitere Abhängigkeiten unter dem Deckmantel der Selbstbestimmung handelt. Im Auftrag angeblicher Gleichberechtigung sieht es in den Gesetzen viel eher nach der staatlichen Fixierung der Aussage Rockefellers aus, der zum Thema Frauenbefreiung sagte: „Wir, die Rockefellers, haben das finanziert. Wir, die Rockefellerstiftung, waren diejenigen, die die Bewegung überall ins Fernsehen und in die Zeitungen gebracht haben. Willst du wissen, warum? Es gab zwei Hauptgründe. Wir konnten vor der Bewegung nur die Hälfte der Bevölkerung besteuern. Der zweite war, jetzt haben wir die Kinder von jungen Jahren an den Schulen. Wir können die Kinder indoktrinieren, ihnen beibringen, wie sie denken sollen. Das bricht die Familien auf und nicht mehr die Eltern.“ (Quelle: Dr. Vogt im Video „Weltherrschaft“)

Was bringen wir mit männlich, was mit weiblich in Verbindung – was mit Hausfrau und was mit Karrierefrau?

Wo bleibt die wahre Gleichstellung?
Wir sollten uns an dieser Stelle fragen, warum es in der Gesetzgebung per se um die Erhöhung der Integration von Frauen im Arbeitsmarktgefüge und die verbreitenden Strukturen wie Schule, Uni etc. geht. Wohl gemerkt stets unter der Betrachtung der Gleichstellung. Wo findet die Gleichstellung derer statt, die sich bewusst für Kinder und Haushalt entscheiden? Ist es eine aufrichtige Gleichstellung, wenn Frauen für die Betreuung anderer Kinder bezahlt werden, aber Mütter nicht? Und die, die ihre Kinder abgeben, diese auch noch bezahlen müssen ohne eine Wahl zu haben?

Eine Frau die sich selbst liebt, ist heute ein Makel
Welche Einflüsse hat unsere Sprache? Kaum eine andere Sprache ist so vermännlicht wie die deutsche. Zusätzlich findet sich auch hier wieder für die Frau die Spur der Schuld: Schambein – warum nicht Lustbein?; Schamlippen… Hier trifft die Fehlbarkeit der Frau, die wir immer noch unseren Kindern lehren, deutlich aus der Geschichte ins Jetzt. Ein Spiegel der männlichen Angst vor der wilden Verführungskraft der Lilith, die einst aus dem Paradies verbannt wurde. Eine Frau, die sich selbst liebt ist heute ein Makel, kein Anzeichen für gesunde Führungskompetenz. Das geht so weit, dass moderne Frauen ihre Kleidung nach männlichen Richtlinien wählen, wollen sie im Beruf aufsteigen, oder das Becken vor einem weiblichen Hüftschwung bewahren mit dem Resultat von Rückenproblemen. Welch Absurdität!

Unabhängigkeit ist nicht modern – sie ist urweiblich
Doch die Spitze der deutschen Sprache stellt DAS Mädchen. Geschlechtslos soll es in ein gemachtes Bild der Frauenverzerrung wachsen. Und die Urfrau steht lachend daneben und denkt sich: „Was für eine fragwürdige Welt!“ Denn ganz ohne Politik, die ebenfalls eine Erfindung des männlichen Gedankengutes ist, gab es ursprünglich Gleichstellungsgesetze, die rein natürlichen Ursprungs waren. Ein weiterer Blick zum Thema Führungskraft in der Tierwelt zeigte Erstaunliches. Und auch die Ergründung unseres Verhaltens von Rollenbildern bezüglich der Umstrukturierung unseres ganzen Hormonsystems.

Am Ende unseres Workshops wurde eines deutlich: Führungsarbeit ist von Grund auf weiblich und Unabhängigkeit ist nicht modern. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil des Frau-Seins. Sobald sich Frau dies eingesteht und in der eigenen Mitte ruht, gibt es eine von Natur aus gegebene Gleichberechtigung. Diese Gleichberechtigung bezieht sämtliche Rollenbilder ein!

Wiederholenswert
Da die Nachfrage größer als gedacht war und viele, die an dem Tag nicht konnten, aufrichtiges Interesse zeigten, werden wir dieses wichtige Thema erneut als Workshop und Austauschrunde anbieten. Auf dass mehr Stimmen sagen können: „Ich möchte mich gern noch mal auf diesem Weg für den tollen Nachmittag bedanken. Mein Rundblick auf die Welt und Geschicke der Frau hat sich im positiven Sinne sehr geweitet. Ich bin mit so vielen Eindrücken nach Hause gefahren. Das war eine gelungene Veranstaltung. Vielen Dank dafür!“ Ch. Wesoly, Sachbearbeiterin


Nächste Termine:
Samstag, 26. Mai 14 Uhr, ca. 2–3 Stunden
Freitag, 15. Juli 16 Uhr, ca. 2–3 Stunden


Bilder: Kornelia Köppe; Text: Navina Salomon